DiaMANT

Dialog für automatisierte, vernetzte und elektrische Mobilität:
Anwendungen – Nutzerinteressen-Technik

Die Technische Akademie und verschiedene Kooperationspartner verfolgen mit dem Projekt DiaMANT zwei Ziele im Hinblick auf das automatische, vernetzte und elektrische Fahren. Zum einen soll der interessierten Bevölkerung der aktuelle Stand der Technik nahegebracht und ein Dialog initiiert werden. Zum anderen soll die Entwicklung durch ausgewählte Maßnahmen weiter vorangetrieben werden. Um diese Ziele zu erfüllen, wurden drei Arbeitspakete definiert.

  • Roadshow „automatisiertes und vernetztes Fahren“:
    Mit der Roadshow wird ein Konzept aufgegriffen, mit dem bereits in den Jahren 2013 bis 2016 das Thema Elektromobilität im Rahmen des Schaufensters Baden-Württemberg  überwiegend landes- aber auch deutschlandweit vorgestellt wurde. Um diese Inhalte zu vermitteln, wurde das Mobile Schulungszentrum Elektromobilität entwickelt, ein Projekt in dem die Technische Akademie auch involviert war. Im nun umgestalteten Mobilen Informationszentrum Mobilität (MIM) werden wesentliche Aspekte der neuen Technologien durch Präsentationen, Filme und Anschauungsmaterial erklärt. Moderatoren animieren zur Diskussion um einerseits über Technik, im Hinblick auf gesellschaftliche Bedenken, aufzuklären und andererseits mögliche Konzepte vorzustellen.

  • Automatisierter Werksverkehr in einem Busdepot:
    Anhand des automatisierten Werksverkehr soll das wirtschaftliche Optimierungspotenzial der Fahrzeugautomatisierung demonstriert werden. Während der Nachtschicht sollen die Busse automatisiert von ihrer Parkposition durch die Waschstraße und wieder zurückgefahren werden.

  • Demonstrationsbetrieb eines ÖV-Zubringerdienst:
    Mit dem ÖV-Zubringerdienst wird ein Szenario thematisiert, bei dem die Menschen direkt mit automatisierten Fahrzeugen in Kontakt kommen. Durch den Demonstrationsbetrieb soll erstens die Wissensbasis seitens der Betreiber erweitert und zweitens der Nutzen der Technik für die Bevölkerung erlebbar gemacht werden.

Gesamtziel des Vorhabens

Das automatisierte und vernetzte Fahren bietet Vorteile wie auch Risiken. Zu den Vorteilen zählen u.a. die Erhöhung von Komfort und Sicherheit, während unzureichende Sicherheitsmaßnahmen beachtliche Risiken beherbergen. Hinzu kommt die Frage nach der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit. Dies gilt nicht nur für die Forschung und Entwicklung, sondern auch für die Serienanwendung. Insbesondere die Serienanwendung ist unmittelbar von der Nutzerakzeptanz betroffen.

Ob Technologien von Menschen akzeptiert werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu gehören Technikaffinität, eigene Erfahrungen und inwieweit die Technik und Auswirkung verstanden werden. Das Projekt DiaMANT folgt dieser Überlegung indem es im Rahmen der Roadshow vielfältige Möglichkeiten schafft, die Technologien des automatisierten und vernetzten Fahrens (AVF) selbst zu erleben, zu hinterfragen und mit anderen Menschen, darunter Fachleute aus Forschung, Entwicklung und Lehre, zu diskutieren.

Gleichzeitig soll ein Beitrag zur Weiterentwicklung des AVF geleistet werden, indem zwei Anwendungsfälle umgesetzt werden.

Im ersten Anwendungsfall wurde untersucht, in welchem Umfang die Fahrt vom Stellplatz zur Waschanlage, das Durchfahren der Waschanlage und Rückkehr an den Stellplatz ohne menschliches Eingreifen umgesetzt werden kann. Ziel der Untersuchung war es, die Einsparungen den erforderlichen Ausgaben gegenüber zu stellen, um auf diese Weise die Wirtschaftlichkeit einer solchen Automatisierung bewerten zu können.

Beim zweiten Anwendungsfall wird ein Demonstrationsbetrieb in Ludwigsburg den Bahnhof an das Gewerbegebiet West anschließen. Ziel dieses Demonstrationsbetriebes ist es die Erlebbarkeit der Technologie für die Öffentlichkeit darzustellen und zum andern Erfahrungen seitens der ÖV-Anbieter zu sammeln. Die Beschaffung und der Einsatz von automatisierten Fahrzeugen im Rahmen des ÖV wird nur dann wirtschaftlich vertretbar sein, wenn er von ausreichend vielen Menschen genutzt wird. Damit schließt sich der Kreis zur Technikakzeptanz durch die Kundschaft, die bereits im Konzept der Roadshow eine zentrale Rolle spielt.

Projektanten: Stadt Ludwigsburg (Koordinator), Stadt Stuttgart, FKFS, SSB AG, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Daimler AG / EvoBus GmbH, e-mobil BW, KIT, Technische Akademie Schwäbisch Gmünd.

Laufzeit

01.01.2018 – 31.12.2020

Förderung

Dieses Vorhaben wird über das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gefördert.
Die Verantwortung für den Inhalt liegt beim Autor.

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